Schutzmassnahmen
Schutzkonzept

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Schutzkonzept für Gottesdienste in der Petrusgemeinde 

Blasheim unter Corona-Bedingungen 

 

Vorwort 
    "Wo sich Menschen um Gottes Wort und Sakrament versammeln, ist Kirche Jesu Christi. 
(vgl. CA 7) In den vergangenen Wochen wurden Gottesdienste in vielfacher und 
beeindruckender Weise auch in den Medien bzw. per Livestream und Telefon übertragen 
und angeboten. Kirchliche Kommunikation ist durch die Krise innovativer geworden. Deutlich 
wurde aber auch, dass die medialen Angebote das unmittelbare Zusammenkommen als 
Gemeinde und vor allem die Feier der Sakramente nicht ersetzen können. 
 
    Unter den Bedingungen einer Pandemie ist daneben Gottes Gebot zum Schutz des 
Lebens zu bedenken, von dem es im Kleinen Katechismus heißt, dass wir unserm Nächsten 
an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun sollen, sondern ihm helfen und beistehen in 
allen Nöten.

 

 
    In der Zusammenschau dieser Überlegungen ist es verantwortbar, dass Gottesdienste 
und andere kirchliche Veranstaltungen wieder stattfinden, wenn gesichert werden kann, dass 
der Gefahr einer Weiterverbreitung der Infektion angemessen begegnet wird und (durch Alter 
oder Vorerkrankungen) gefährdete Menschen ausreichend geschützt werden.

 

 
    Das hier vorliegende Schutzkonzept orientiert sich vordringlich an der „Handreichung für 
Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zur Organisation 
von Gottesdiensten unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie“, die von der 
Arbeitsgruppe Kirchenleitung und des Kollegiums der Superintendenten am 25.04.2020 
veröffentlicht wurde.

 

 
    Die gewissenhafte Umsetzung des vorliegenden Schutzkonzeptes zielt darauf, das 
vorhandene Risiko einer Infektion zu minimieren. Klar ist aber auch: Weder vor noch nach 
der Corona-Pandemie war und ist man bei einem Zusammentreffen mit mehreren Personen 
in öffentlichen Einrichtungen zu 100% vor einer Infektion jedweder Art sicher. Es geht also 
mit diesem Konzept vorrangig darum, bestehende oder befürchtete Ängste so weit es geht 
zu nehmen.

 

 
    Das Feiern von gemeinsamen Gottesdiensten in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr steht 
im Spannungsfeld von Eigen- und Fremdverantwortung sowohl im Blick auf die körperliche 
Unversehrtheit (Schutz der Gesundheit) als auch im Blick auf die geistliche Unversehrtheit 
(Trost, Kraft und Hoffnung durch Gottes Wort und Sakrament).

 

 
    Deutlich sein sollte, dass wir im Gottesdienst zum Heil  zusammenkommen und uns der 
Dreieinige Gott nicht zum Unheil begegnen will und wir uns gewiss sein können, dass, wo 
zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind, er mitten unter ihnen ist." 
 
1. Grundbedingungen zum Besuch der Kirche 
 
1.1 Registrierung/Anmeldung 
Die Besucher des Gottesdienstes werden registriert, um bei möglichen Ansteckungen den 
Infizierungsweg nachvollziehen zu können. Die Registrierung kann durch vorherige 
telefonische, elektronische, schriftliche beim Pastor oder spätestens durch Meldung vor 
Beginn des Gottesdienstes im Eingangsbereich der Kirche erfolgen. Zu diesem Zweck 
werden auch die Sitzbankreihen von vorne fotografiert. 
Die Daten werden nach 4 Wochen gelöscht. 
Die Anmeldung beim Pastor erfolgt bis Samstag 12.00 Uhr. 
 
 


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1.2 Mindestabstand 
Im Bereich der kirchlichen Räumlichkeiten und auf dem Grundstück wird bei Personen, die 
nicht in einer Hausgemeinschaft leben, der Mindestabstand von 1,50 m eingehalten. Das 
beinhaltet auch, dass es zu keinen körperlichen Kontakten oder Berührungen kommt. 
 
1.3 Tragen von Schutzmasken 
Das Tragen eines Mundschutzes beim Betreten und Verlassen der Kirche wird 
vorgeschrieben. Während des Gottesdienstes wird empfohlen eine Maske zu tragen. 
 
1.4 Desinfektion der Hände 
Ebenso sind alle Besucher aufgefordert, sich vor dem Besuch des Gottesdienstes die Hände 
zu desinfizieren. Die Möglichkeit der Desinfizierung der Hände im Eingangsbereich der 
Kirche ist gegeben.  
 
1.5 Aushänge und Ansagen 
Auf Hygiene- und Abstands-Regeln wird durch Aushänge hingewiesen. Sie sind 
unbedingt einzuhalten. 
Es erfolgen Ansagen und Hinweise bzgl. Bewegungsabläufen im Gottesdienst 
(insbesondere zum Betreten und Verlassen des Kirchraumes sowie zum Empfang 
des Abendmahls). 
 
 
1.6 Betreten und Verlassen der Kirche 
Beim Betreten der Kirche werden vom Mittelgang aus die markierten Sitzplätze in den 
Bänken aufgesucht. Dabei wird die Kirche von vorn nach hinten gefüllt. 
Die Kirche wird von hinten nach vorn geleert. 
Wegen des noch geltenden allgemeinen Versammlungsverbots ist das 
Kirchengelände zügig zu verlassen! 
 
1.7 Ausreichende Belüftung 
Es sollte vor und nach, und wenn es möglich ist, auch während des Gottesdienstes für eine 
ausreichende Belüftung in der Kirche gesorgt werden. 
 
1.8 Bevollmächtigte für die Einhaltung des Schutzkonzeptes 
Für jeden Gottesdienst stehen jeweils 1-2 Bevollmächtigte zur Verfügung, die helfen, das 
Schutzkonzept umzusetzen. Die Bevollmächtigten können Mitglieder des Kirchenvorstandes 
sein oder in Absprache mit ihm oder mit dem Pfarrer beauftragt werden. Die 
Bevollmächtigten sollten längerfristig bestimmt werden. 
 
2. Die Gestaltung der räumlichen Möglichkeiten 
 
2.1 Aufnahmekapazität der Kirche 
Die Kirche bietet 16 Einzelpersonen Platz. Diese Anzahl kann überschritten werden, 
Personen aus einer häuslichen Gemeinschaft den Gottesdienst besuchen. Der 
Mindestabstand von 1,50 m zu anderen Personen ist einzuhalten. 
Die Empore darf nur von einem/einer unserer Organisten genutzt werden.&# 160;
 
Auf den Gebrauch von Gesangbüchern wird verzichtet. Die Sitzplätze sind durch Sitzkissen 
und Gottesdienstblätter markiert. Sie werden nach dem Gottesdienst entsorgt. Bei den nicht 
zu nutzenden Reihen sind die langen Sitzkissen entfernt bzw. hochgestellt. 
 
2.2 Maßnahmen beim Überschreiten der Besucherzahlen 
Mit unangemeldeten Gästen muss gerechnet werden. 
Überzählige Besucher müssen ggfs. abgewiesen werden und zu einem anderen 
Gottesdienst eingeladen werden. 
 


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3. Die Gestaltung des Gottesdienstes im Allgemeinen 
 
3.1 Gottesdienstform 
Der Gottesdienst wird zeitlich komprimiert. 
 
3.2 Verzicht auf Gemeindegesang und Bläserspiel im Kirchraum 
Auf Gemeindegesang und Bläserspiel im Kirchraum wird z.Z. verzichtet. Der Vortrag einer 
Sängerin / eines Sängers sollte möglich sein (Z.B. Introitus). 
 
3.3 Kindergottesdienst 
Kindergottesdienst kann leider (noch) nicht angeboten werden. 
 
3.4 Verzicht auf direkten Kontakt 
Auf die sonst gewohnte persönliche Begrüßung und Verabschiedung an der Kirchentür muss 
verzichtet werden, um dort Warteschlangen und direkten Kontakt zu vermeiden. 
 
Die Absolution in der Gemeinsamen Beichte erfolgt ohne Handauflegung. 
 
 
4. Die Gestaltung der Abendmahlsfeier 
 
4.1 Einschränkung der Häufigkeit 
Solange die Krise der Pandemie besteht, kann die Häufigkeit der Feiern eingeschränkt sein. 
Es liegt im seelsorglichen Ermessen des zuständigen Pfarrers dies zu regeln. 
 
4.2 Anmeldung 
Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt bei der Registrierung zum Gottesdienst. 

 

4.3 Austeilung 
Das Abendmahl wird in der Form der Wandelkommunion praktiziert. Zuerst empfangen die 
Besucher der Kanzelseite, sitzreihenweise die heiligen Gaben. Sie treten im gebührenden 
Abstand nach vorn in Richtung Altar. Erst, wenn diese Gruppe wieder Platz genommen hat, 
tritt die nächste zum Altar. 
Auf dem Altar liegen die gesegneten Hostien bereit, der Pfarrer taucht die Hostien mit einer 
Zange in den gesegneten Wein. Er reicht diese unter Zuhilfenahme einer Zange und eines 
Tellers an die Kommunikanten.  

 

Anmerkungen: Eine „sterile Austeilung“ von Leib und Blut Christi erscheint fast unmöglich. Von daher erfordert dieses 
allerheiligste Geschehen in besonderem Maße sehr hohe Achtsamkeit und Hygiene in Vorbereitung und Durchführung. 
Zudem bewegen wir uns auch, was die Art und Weise der Austeilung bzw. Spendung der „Kommunion“ betrifft, in einem 
theologischen Grenzbereich, der allein der besonderen Notlage geschuldet ist. Darum vertrauen wir darauf, dass 
CHRISTUS, der zugleich Geber und Gabe des Mahles ist, uns seinen Leib und Blut wirklich und wahrhaftig zueignet. 
In dieser festen Gewissheit möge uns sein Leib und Blut trösten, stärken und im Glauben bewahren zum ewigen Leben. 
Grundsätzlich besteht das Angebot von Einzelbeichte oder Hausabendmahl in diesen besonderen Notzeiten auch weiterhin 
und kann im Pfarramt erbeten werden.

 

 

5. Sonstiges 
Über die Regelungen des Schutzkonzepts, das weiter entwickelt und den jeweils gegebenen, 
sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden kann, wird die Gemeinde 
informiert; die grundlegenden Sicherheitsstandards werden auch als Aushang und im 
Internet veröffentlicht. 
 
 
Das Schutzkonzept wurde vom Kirchenvorstand am 20. Mai 2020 beraten, beschlossen und 
in Kraft gesetzt.